Pachteinnahmen 2025: Agrarpacht und Solarpacht im Vergleich (10 Unterschiede auf einen Blick)

Sie besitzen landwirtschaftliche Flächen und denken darüber nach, diese zu verpachten, um sich eine weitere Einkommensquelle zu eröffnen? Dann haben Sie die Wahl: Entweder verpachten Sie Ihre Fläche zur landwirtschaftlichen Nutzung und kassieren im Gegenzug eine Agrarpacht. Oder Sie verpachten Ihre Fläche zur energiewirtschaftlichen Nutzung und streichen dafür eine Solarpacht ein. Wie sich die Agrarpacht und Solarpacht 2025 voneinander unterscheiden, zeigt Ihnen unsere Liste mit 10 wichtigen Unterschieden. Im direkten Vergleich lernen Sie die Vor- und Nachteile beider Pachten kennen, so dass Sie diese fundiert gegeneinander abwägen und sich für die Pacht entscheiden können, die Ihnen langfristig ein möglichst hohes Extraeinkommen bringt.

Was Sie in diesem Artikel erwartet – Antworten auf diese Fragen:

·  Was sind Agrarpacht und Solarpacht?

·  Was sind die wesentlichen Unterschiede zwischen Agrarpacht und Solarpacht?

·  Welche Vorteile und Nachteile bringen Ihnen Agrarpacht und Solarpacht?

·  Welche Pachteinnahmen sind Im Jahr 2025 höher: Agrarpachteinnahmen oder Solarpachteinnahmen?

·  Was ist sinnvoller: ein Agrarpachtvertrag oder ein Solarpachtvertrag?

Was ist eine Agrarpacht – was ist eine Solarpacht? (2 einfache Begriffserklärungen)

Unter dem Begriff Agrarpacht versteht man die Verpachtung von landwirtschaftlichen Flächen an Landwirtinnen und Landwirte oder landwirtschaftliche Betriebe. Die Flächen werden weiterhin für Ackerbau, Weidewirtschaft oder den Anbau von Sonderkulturen genutzt. Die Höhe der Pachtzahlung, auch Pachtzins oder nur Pacht genannt, orientiert sich an der Bodenqualität, den Ertragserwartungen und der regionalen Nachfrage.

Die Solarpacht hingegen bedeutet, dass eine Fläche an eine Projektentwicklerin Beziehungsweise einen Projektentwickler oder an eine Betreiberin beziehungsweise einen Betreiber eines Solarparks, also einer großen Photovoltaikanlage auf freier Fläche, auch PV-Freiflächenanlage genannt, verpachtet wird. Auf der Fläche werden in diesem Fall Photovoltaikmodule installiert, um Solarstrom zu erzeugen. Die Verpachtung erfolgt meist über einen langfristigen Zeitraum von 20 bis 30 Jahren. Die Verpächterin beziehungsweise der Verpächter erhält dafür einen festen Pachtzins, unabhängig von Wetterbedingungen oder Marktpreisschwankungen.

Exkurs: Was ist der Unterschied, wenn einerseits Landwirtinnen und Landwirte oder andererseits landwirtschaftliche Betriebe Land von Ihnen pachten?

Die Rechtsform unterscheidet sich:

  • Landwirtinnen und Landwirte sind natürliche Personen, die selbstständig einen landwirtschaftlichen Betrieb führen. Sie können sowohl Eigentümerin und Eigentümer als auch Pächterin und Pächter von Flächen sein und bewirtschaften diese persönlich oder mit Hilfe von Mitarbeitenden, die sie angestellt haben.
  • Landwirtschaftliche Betriebe sind die organisatorische Einheit, in der Landwirtschaft betrieben wird. Ein landwirtschaftlicher Betrieb kann einer einzelnen Landwirtin oder einem einzelnen Landwirt gehören, aber auch als Gesellschaft, zum Beispiel in Form einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder einer Genossenschaft organisiert sein. Auch ein Familienbetrieb ist möglich.

Nicht jeder landwirtschaftliche Betrieb wird also von einer einzelnen Landwirtin oder einem einzelnen Landwirt geführt – größere Strukturen können mehrere Eigentümerinnen und Eigentümer, Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer oder Teilhaberinnen und Teilhaber haben.

Vergleich der Pachten und Pachteinnahmen 2025: Agrarpacht vs. Solarpacht

Im Folgenden stellen wir Ihnen die 10 wichtigsten Unterschiede zwischen der Agrarpacht und der Solarpacht 2025 vor.

1. Pachteinnahmen 2025: niedrig oder hoch

Der offensichtlichste Unterschied zwischen der Agrarpacht und der Solarpacht ist die Höhe der Pachteinnahmen.

Mit dieser Agrarpacht können Sie im Jahr 2025 rechnen!

Die Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen sind in Deutschland in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Sie werden auch im Jahr 2025 weiter hoch bleiben. Im Durchschnitt lag der Pachtpreis

·   für einen Hektar (ha) landwirtschaftliche Nutzfläche im Jahr 2023 bei 357 Euro,

·   für Ackerland bei 407 Euro pro ha und

·   für Dauergrünland bei 212 Euro pro ha.

Aber: Die tatsächlichen Agrarpachten variieren bundesweit stark, denn sie sind unter anderem abhängig von der Qualität des verpachteten Bodens, der konkreten Lage des Pachtlandes und der Nachfrage nach Pachtland in der Region. Bei der Pachthöhe agrar zeigen sich unter anderem folgende regionale Unterschiede:

·   Besonders fruchtbare Böden wie Löß-Böden, die man in der Magdeburger Börde in Sachsen-Anhalt oder in der Kölner Bucht in Nordrhein-Westfalen findet, erzielen deutlich höhere Pachten als weniger ertragreiche Standorte, beispielsweise solche im Süden Brandenburgs. Während Ackerland in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 durchschnittlich 659 Euro pro ha kostete, lag die Pachthöhe dafür in Brandenburg bei 198 Euro pro ha.

·   Zudem sind die Pachtpreise im Westen Deutschlands im Schnitt höher als im Osten. Während die Pachten in Nordrhein Westfalen (659 Euro pro ha), in Niedersachen (643 Euro pro Ha) und in Schleswig-Holstein (571 Euro pro ha) weit über dem deutschen Schnitt von 407 Euro pro ha lagen, sind sie in Brandenburg (198 Euro pro ha) deutlich darunter gewesen.

Einfluss auf die Höhe der Pacht hat auch die Betriebsgröße: Kleinbetriebe pachten im Schnitt weniger Flächen als große Agrarbetriebe, die oft über zwei Drittel ihrer Nutzfläche anmieten.

Insgesamt gibt die deutsche Landwirtschaft jährlich rund vier Milliarden Euro für Pachten aus, Tendenz steigend. Hauptgründe für die hohen Pachtpreise sind die begrenzte Verfügbarkeit landwirtschaftlicher Flächen, steigende Renditeerwartungen und die Notwendigkeit, Wirtschaftsdünger effizient zu verwerten. Für Sie heißt das: Wenn Sie 2025 Ackerland verpachten oder pachten möchten, sollten Sie die regionalen Gegebenheiten genau prüfen und sowohl Bodenqualität als auch wirtschaftliche Perspektiven berücksichtigen.

Mehr zu Agrarpacht und Agrarpachtpreisen lesen Sie in unseren folgenden Beiträgen hier auf dem Blog:

·   Landpachtverträge: Diese Punkte sollten Sie wissen & beachten

·   Unser Online-Pachtrechner

·   Landwirtschaftspacht: Rechte, Pflichten & 20 FAQs

Mit welcher Solarpacht können Sie im Jahr 2025 rechnen?

Das Verpachten von Flächen für Solarparks kann für Sie als Grundstückseigentümerin oder Grundstückseigentümer auch im Jahr 2025 eine attraktive Einkommensquelle sein. Wie die Agrarpachtpreise variieren auch die Solarpachtpreise dabei je nach Standort, Größe und Beschaffenheit der Fläche sowie deren Erreichbarkeit und Nähe zu Netzanschlusspunkten. Im Schnitt bewegen sich die jährlichen Solarpachten zwischen 2.000 und 4.500 Euro pro ha.

·   So liegen die Solarpachten für Freiflächenanlagen im Außenbereich typischerweise zwischen 3.000 und 4.000 Euro pro ha und Jahr, während privilegierte Freiflächenanlagen Solarpachten von 3.500 bis 4.500 Euro erzielen können.

·   In Bundesländern wie Sachsen sin die Pachtflächen für Solarparks erfahrungsgemäß größer und die Solarpachten niedriger als beispielsweise in Süddeutschland.

·   Grundstücke mit guter Infrastruktur und in der Nähe zu einem Netzanschlusspunkt lassen sich auch zu höheren Solarpachtpreisen verpachten als weiter entfernte.

·   Und sogenannte Agri-Photovoltaikanlagen, die eine kombinierte Nutzung der Pachtfläche für Landwirtschaft und Solarenergiegewinnung ermöglichen, bringen Ihnen Pachten von etwa 2.000 bis 3.500 Euro pro ha und Jahr ein.

Mehr zu Solarpacht und Solarpachtpreisen lesen Sie in unseren folgenden Beiträgen hier auf dem Blog:

·   Pachtvertrag für Photovoltaik: Das gilt 2025!

·   Solarpark Pachteinnahmen (FAQ): Antworten auf die 30 wichtigsten Fragen zur Pacht

·   Ackerland verpachten: Solarpark als Pachtquelle

Zwischenfazit

Sie sehen: Bei landwirtschaftlicher Verpachtung erhalten Sie in der Regel zwischen 200 und 600 Euro Agrarpacht pro ha und Jahr. Bei einer Verpachtung Ihres Grundstücks für einen Solarpark können Sie dagegen mit 1.000 bis 3.000 Euro pro ha und Jahr rechnen – teilweise sogar mehr.

Die Pachtpreise solar liegen demnach deutlich über denen für traditionelle landwirtschaftliche Nutzflächen. Eine Solarverpachtung ist somit besonders lukrativ für Sie. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Höhe von Agrarpachten von Ernteerträgen und politischen Subventionen abhängt, während Solarpachten für Solarparkflächen vertraglich fixiert und damit unabhängig von Marktschwankungen sind. Das macht Solarpachten auch wirtschaftlich attraktiver.

Allerdings sollten Sie als Eigentümerin und Eigentümer beachten, dass die tatsächlichen Pachten von individuellen Faktoren abhängen. Dazu zählen neben der bereits erwähnten Bodenqualität und regionalen Nachfrage auch die konkreten Vereinbarungen in Ihrem Pachtvertrag. Denn Zusatzvereinbarungen, wie eine Beteiligung am Solarunternehmen oder vorbereitende Maßnahmen auf der Pachtfläche beeinflussen die Höhe der Pachtzahlungen. ​

Angesichts der steigenden Nachfrage nach erneuerbaren Energien und der damit verbundenen Flächenkonkurrenz ist es zudem ratsam, dass Sie sich frühzeitig über die Möglichkeiten und Konditionen einer Solarpacht informieren. Eine sorgfältige Prüfung der Vertragsbedingungen und eine fundierte Beratung können Ihnen dabei helfen, Ihre Fläche zu langfristig hohen und stabilen Pachtzinsen zu verpachten.

Um Ihre Berechnung per E-Mail zu erhalten, füllen Sie bitte folgendes Formular aus.

2. Vertragslaufzeit: kurz oder lang

Landwirtschaftliche Pachtverträge laufen typischerweise 6 bis 12 Jahre, wobei Verlängerungen verhandelbar sind.

Solarpark-Pachtverträge werden hingegen für mindestens 20 Jahre, üblicherweise aber für 30 und mehr Jahre abgeschlossen. Die längere Laufzeit der Solarpachtverträge ergibt sich aus der Lebensdauer der Anlagen und der gegebenenfalls von deren Betreiberinnen und Betreibern in Anspruch genommenen staatlichen Förderung (Stichwort: Einspeisevergütung).

Sie sollten dazu wissen: Diese langfristige Vertragsbindung kann dann ein Nachteil sein, wenn Sie Ihre Fläche in Zukunft anderweitig nutzen oder verkaufen möchten. Andererseits bedeutet sie aber auch eine langfristige, planbare Einnahmequelle – ganz ohne betriebliche Risiken für Sie und Ihren landwirtschaftlichen Betrieb.

Mehr zu Pachtverträgen lesen Sie in unseren folgenden Beiträgen hier auf dem Blog:

·   Pachtvertrag Landwirtschaft: So setzen Sie ihn 2025 richtig auf!

·   Pachtvertrag Photovoltaik Freifläche: rechtliche Grundlagen und typische Vertragslaufzeiten

·   Landwirtschaftlicher Pachtvertrag für Solarpark: Das müssen Sie beachten!

3. Pachteinnahmen: schwankend oder fix

In der Landwirtschaft schwanken die Erträge einer Fläche zum Beispiel aufgrund von Wetterbedingungen, Schädlingsbefall und politischen Rahmenbedingungen wie Agrarförderungen.

Die Schwankungen können in einem Agrarpachtvertrag, auch Landpachtvertrag genannt, berücksichtigt werden. Man spricht dann von einer variablen Pacht oder einem variablen Pachtzins, da die Pachthöhe an die Ernteerträge gekoppelt wird. Für Sie als Verpächterin oder Verpächter heißt das: Sie müssen mit schwankenden Agrarpachteinnahmen rechnen – mal ist die Agrarpacht höher, mal niedriger.

Ein auf der von Ihnen verpachteten Fläche errichteter Solarpark hingegen garantiert Ihnen fixe Einnahmen über die Pachtlaufzeit, also über Jahrzehnte. Der Grund: Die Solarpacht ist nicht an die Strompreise gekoppelt, sondern an den langfristigen Pachtvertrag. Gerade in unsicheren Zeiten kann diese Stabilität für Sie als landverpachtende Landwirtin und Landwirt eine wichtige Absicherung sein.

4. Flächennutzung: Ackerfrüchte oder Strom

Im Rahmen einer Agrarpacht werden die verpachteten landwirtschaftlichen Flächen aktiv bewirtschaftet:

·   Ackerflächen dienen dem Anbau von Feldfrüchten, Getreide und Sonderkulturen

·   und Grünland dient als Anbaufläche für Futtermittel oder direkt als Weidefläche für Tiere.

Mit einem Solarpark hingegen findet eine andere Art der Flächennutzung statt: Die Fläche wird bei der Solarpacht Standort der Freiflächenanlage, mit der Solarstrom aus der Energie der Sonne (Lichtenergie) gewonnen wird. Die Unterkonstruktion für die Solarmodule wird in der Regel auf Punkt- oder Streifenfundamenten aufgestellt. Der Großteil der Pachtfläche bleibt damit zwar unversiegelt, kann aber nicht mehr für den intensiven Ackerbau genutzt werden. Meist ist die Fläche Grünfläche.

Viele Betreiber und Betreiberinnen von PV-Freiflächenanlagen setzen heutzutage auf ökologisch sinnvolle Begleitmaßnahmen, entweder direkt auf der Fläche oder auf Ausgleichsflächen drumherum, beispielsweise, indem sie Blühwiesen oder Streuobstwiesen anlegen.

Sonderform der Solarpacht: Agro-Solarpacht

Als Alternative gilt die Doppelnutzung der Fläche – sowohl energiewirtschaftlich als auch landwirtschaftlich – mit Agri-PV. Je nach technischer Auslegung der Agri-PV-Freiflächenanlage kann unter und/oder zwischen den Solarmodulreihen dann auch eine extensive landwirtschaftliche Flächenbearbeitung stattfinden. Oder die Fläche dient als Weideland für Schafe, Ziegen, Geflügel oder Bienen.

Ob einfache Grünfläche, Blüh- oder Streuobstwiese, Acker- oder Weideland: Die Pflege der Flächen kann – falls gewünscht – per Pachtvertrag auf Sie als Verpächterin und Verpächter übertragen werden. Sie bewirtschaften diese dann entsprechend und verschaffen sich neben der Solarpacht noch ein weiteres Einkommen.

Mehr zu Agri-PV lesen Sie in unseren folgenden Beiträgen hier auf dem Blog:

·   Agri-Photovoltaik: Funktion, Vorteile und Voraussetzungen

·   Agri-Photovoltaik: Ackerland verpachten – das bringt die Doppelnutzung!

·   Agri-PV: Doppelter Nutzen und Ertrag durch Verpachten

5. Flächenwert: schwankend oder stabil

Als Landwirtin und Landwirt mit eigenem Landbesitz sind Ihre landwirtschaftlichen Nutzflächen ihre Lebensgrundlage. Der Wert der Flächen, auch Bodenmarktwert oder Bodenwert genannt, wird von vielen Faktoren beeinflusst, allen voran: von der Bodenqualität. Die Bodenqualität bestimmt maßgeblich mit, wie viel die Fläche wert ist, wenn man sie verkauft oder verpachtet. Für eine landwirtschaftliche Nutzfläche gilt: Je fruchtbarer der Boden ist, desto wertvoller ist die Fläche. Oder desto teurer kann sie verkauft und verpachtet werden.

Wichtig zu wissen ist: Je nachdem, wie die von Ihnen verpachtete Fläche von Ihrer Pächterin oder Ihrem Pächter bewirtschaftet wird, wird die Bodenqualität von der Nutzung mehr oder weniger beeinträchtigt.

Eine intensive landwirtschaftliche Nutzung der Pachtfläche im Zuge einer Agrarpacht mindert die Fruchtbarkeit des Bodens meist. Zudem können landwirtschaftliche Flächen wegen der dabei stattfindenden Bodenverdichtung oder Erosion an Wert verlieren. Das heißt für die Agrarpacht: Der Flächenwert kann über die Pachtzeit schwanken oder gar abnehmen.

Anders ist das bei der Solarpacht: Solarparks beeinflussen den Boden kaum. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit muss die Anlage lediglich zurückgebaut und die Fläche rekultiviert werden. Das liegt in der Regel in der Verantwortung der Anlagenbetreiberin und des Anlagenbetreibers.

6. Genehmigungen: keine oder viele

Die Agrarpacht ist unkompliziert: In der Regel genügt ein privatrechtlicher Vertrag – per Handschlag oder auf Papier vereinbart – zwischen Ihnen als Verpächterin und Verpächter und Ihrer Pächterin und Ihrem Pächter. Genehmigungen sind nicht nötig, Sie überlassen Ihr Grundstück zur Pacht.

Ein Solarpark benötigt dagegen viele Genehmigungen. Dazu zählen unter anderen die Baugenehmigung und die Netzanschlussgenehmigung. Die Projektentwicklerin oder der Projektentwickler des Solarparks übernimmt in der Regel die für die Genehmigungen nötigen Schritte. Erfahrungsgemäß dauert es oft mehrere Jahre, bis alle Genehmigungen eingeholt sind und der Bau starten kann.

Mehr zu Planung, Genehmigungen und Bau eines Solarparks lesen Sie in unseren folgenden Beiträgen hier auf dem Blog:

·   PV-Freiflächen: Planung bis Betrieb auf Pachtfläche

·   Die Rolle der Gemeinde beim Genehmigen vom Solarpark

·   Voraussetzungen für PV-Freiflächenanlagen

7. Umwelt- und Klimaauswirkungen: negativ oder positiv

Landwirtschaft kann so oder auf die Umwelt und Klima wirken: Wird sie intensiv betrieben, wirkt sich das oft negativ aus: Es kommt dabei zu Bodenerosion, Pestizideinsatz und Nitratauswaschung. Die umwelt- und klimafreundliche Alternative ist extensiv-ökologische Landwirtschaft.

Ein Solarpark kann hingegen aktiv zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen, während er erneuerbaren Solarstrom aus der Sonnenstrahlung gewinnt. Das schafft er nämlich ohne dabei Treibhausgas zu emittieren, allen voran Kohlendioxid (CO₂). Menschengemachte Treibhausgase sind der Hauptverursacher der Erderhitzung und damit des rasch voranschreitenden Klimawandels. Und das ist noch nicht alles: Unter den Solarmodulen lassen sich gezielt Naturschutzmaßnahmen umsetzen. Es gibt verschiedene Studien, die belegen, dass die Artenvielfalt (Biodiversität) auf der Standortfläche eines Solarpars und drumherum nicht nur erhalten, sondern verbessert wird.

Mehr zur Biodiversität bei Solarparks lesen Sie in unseren folgenden Beiträgen hier auf dem Blog:

·   Biodiversität fördern: kein Problem mit einem Solarpark!

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8. Rückbau: unnötig oder nötig

Nach Ablauf einer Agrarpacht ist die Fläche unverändert nutzbar.

Ein Solarpark dagegen muss nach Vertragsende der Solarpacht komplett zurückgebaut werden, um die Fläche wieder in die landwirtschaftliche Nutzung überführen zu können. In der Regel liegt die Rückbaupflicht auf Seiten der Betreiberinnen und Betreiber des Solarparks. Sie werden vertraglich dazu verpflichtet, die Fläche wieder in den ursprünglichen Zustand zu versetzen, so, wie diese ihnen zu Beginn der Pachtzeit überlassen wurde.

Mehr zu Rückbauverpflichtung lesen Sie in unseren folgenden Beiträgen hier auf dem Blog:

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9. Förderungen: agrar oder solar

Die Landwirtschaft profitiert von verschiedenen Förderungen im Rahmen vielfältiger Länder-, Bundes- und EU-Fördermaßnahmen. Dazu zählen unter anderen die Förderprogramme EU-Direktzahlungen (GAP), EU-Direktzahlungen (GAP), Agrar-, Umwelt- und Klima­maßnahmen (AUKM), Erschwernisausgleich Pflanzenschutz (EAP), Investive Agrarfördermaßnahmen (AFP), Vertragsnaturschutz (VNS), Ausgleichsflächen (AGF), Geförderte Einzelbetriebliche Beratung nach ELER (Klara-Maßnahmen EB). Die Förderung beeinflusst zum Beispiel auch die Höhe der Agrarpacht.

Für Solarparks gibt es gleichfalls Förderungen. Doch die müssen gar nicht sein, denn ein Solarpark lässt sich auch ganz ohne diese wirtschaftlich betreiben, da er sich über den Verkauf des Solarstroms finanziert.

Mehr zu Solarparkförderungen lesen Sie in unseren folgenden Beiträgen hier auf dem Blog:

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10. Vertragskündigung: einfach oder schwer

Eine Agrarpacht lässt sich mit weniger Aufwand an veränderte Umstände anpassen und auch einfacher kündigen als eine Solarpacht. Der Grund steht auf der Pachtfläche: die Freiflächen-PV-Anlage.

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·   FAQ Solare Freiflächen: Landverpachtung erklärt

Fazit: Sie haben die Wahl – Agrarpacht oder Solarpacht?

Mit unserer Liste der 10 wichtigsten Unterschiede zwischen Agrarpacht und Solarpacht haben Sie zehn Anhaltspunkte für Ihre Entscheidung. Hier kommen noch einmal die Kernaussagen auf einen Blick:

Unterschiede Agrarpacht Solarpark
Pachteinnahmen 200 bis 600 Euro pro ha
schwankend
1.000 bis 3.000 Euro pro ha
fix
Vertragslaufzeit 6 bis 12 Jahre 20 bis 30 (und mehr) Jahre
Genehmigungen keine nötig viele nötig
Flächennutzung Ackerbau, Tierzucht Energiegewinnung
Sonderfall: Agri-PV
Umwelt & Klima negative Auswirkungen bei intensiver Landwirtschaft Erhöhung der Biodiversität
Kündigung einfach schwer
Rückbau unnötig nötig

Für Ihre Entscheidung zwischen Agrarpacht und Solarpacht sollten Sie an Ihre langfristigen Ziele denken:

  • Wollen Sie die Fläche verpachten und soll diese auch weiterhin landwirtschaftlich bewirtschaftet werden? Sind Sie bereit, dafür schwankende Pachteinnahmen in Kauf zu nehmen? Dann entscheiden Sie sich für die Agrarpacht.
  • Wollen Sie langfristige, sichere und fixe Einnahmen ohne Marktrisiko? Dann fällen Sie Ihre Entscheidung pro Solarpacht.

Bedenken Sie auch? Besonders für weniger ertragreiche Flächen kann die Solarpacht eine wirtschaftlich sinnvolle Alternative sein, um sich ein lukratives Zusatzeinkommen zu verschaffen.

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