Was spricht für Solar auf dem Acker? 3 gute Gründe
Ihre Idee, eine Photovoltaik-Anlage auf Ackerland zu stellen, hat Hand und Fuß. Hier kommen drei gute Gründe, warum:
- Photovoltaik auf Ackerland fördert die Strom- und damit die Energiewende
Jede Photovoltaik-Anlage bringt die Energiewende voran. Denn sie erzeugt sauberen, erneuerbaren Strom, der fossil erzeugten Strom ersetzt. Kleine Anlagen bedeuten einen kleinen Schritt in Richtung Energiewende, große Anlagen einen großen. Denn es gilt: Je mehr Solarstrom verfügbar ist, desto weniger Bedarf an fossil erzeugtem Strom besteht. Das heißt auch, wir benötigen weniger fossile Brennstoffe, um diesen zu erzeugen. Das senkt die vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen, vor allem die Emission von Kohlendioxid (CO2), die maßgeblich für die Erderhitzung und den davon verursachten Klimawandel verantwortlich sind. Das heißt: Jede PV-Freiflächenanlage (PV-FFA) ist eine Maßnahme, um den Fortschritt des Klimawandels zu bremsen. Aber: Freiflächen-PV braucht – das sagt schon die Bezeichnung des PV-Anlagentyps – brauchen Platz. Freie Flächen sind jedoch ein heiß umkämpftes Gut. Vier InteressentInnen erheben mittlerweile Anspruch darauf: 1. der Siedlungsbau samt Verkehr, 2. die Landwirtschaft, 3. der Naturschutz und 4. die ErzeugerInnen erneuerbarer Energien. Deutschland hat theoretisch genug Flächen für Photovoltaik-Anlagen, wie sie zum Erreichen der Klimaziele errichtet werden müssen – wenn alle verfügbaren Flächen, darunter auch Ackerland, tatsächlich mit PV-Modulen bestückt werden.
- Ackerland Verkauf und Verpachtung für Solar bringt Extra-Einnahmen
Mit dem Verkaufen oder Verpachten von Ackerland für Solar aus eigenem Besitz können Sie sich als LandwirtIn eine stabile und oft lukrative Einkommensquelle erschließen. Die Kaufpreise Ackerland Solar und Pachtpreise Ackerland Solar sind hoch wie nie und steigen stetig. Dies ist besonders vorteilhaft in Zeiten, in denen die Kosten landwirtschaftlicher Betriebe infolge Preisvolatilität, wachsenden Ansprüchen seitens der VerbraucherInnen an die nachhaltige Qualität der landwirtschaftlichen Produkte und Klimaveränderungen – um nur drei KostentreiberInnen zu nennen – ständig steigen und im Zuge dessen Ihre Einnahmen als LandwirtIn kontinuierlich sinken. Die regelmäßigen Pachteinnahmen oder die einmalige Verkaufssumme, die Sie für Ihr Ackerland erhalten, bieten Ihnen und Ihrem landwirtschaftlichen Betrieb eine gewisse finanzielle Sicherheit (Liquidität). Sie machen es Ihnen möglich, betriebliche Investitionen zu tätigen und Ihre Existenz abzusichern.
- PV auf Ihrem Acker erhöht den Flächenertrag ertragsarmer Grundstücke
Sie können eine große Photovoltaik-Anlage beispielsweise auf Ackerland stellen, das sich in der Vergangenheit als eine landwirtschaftlich weniger produktive Fläche erwiesen hat. Auf diese Weise nutzen Sie die Fläche effizienter. Dies ermöglicht es Ihnen auch, Ihre wertvolleren, ertragreicheren Böden weiterhin für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung zu nutzen, während auf Ihrem weniger ertragreicherem Acker zugleich saubere Energie erzeugt wird. Mitunter können Sie die Fläche sogar doppelt nutzen, um doppelte Erträge zu erzielen: Mit einer sogenannten Agri-PV-Anlage finden parallel sowohl landwirtschaftliche Aktivitäten als auch die Solarstromerzeugung auf ein und demselben Ackerland statt, was zu einer noch effizienteren Nutzung desselben führt.
Ackerland verkaufen oder verpachten für Solar – beide Optionen im Vergleich
Im Folgenden vergleichen wir die beiden Optionen
- Ackerland verkaufen für Solar
- und Ackerland verpachten für Solar.
Wir stellen Ihnen dabei die Vor- und Nachteile beider Optionen ausführlich vor, so dass Sie nach der Lektüre wissen, womit Sie es zu tun bekommen, wenn Sie sich für die eine oder andere Option entscheiden.
Option 1: Ackerland verkaufen für Solar – das müssen Sie wissen!
Beim Verkauf von Ackerland übertragen Sie als Besitzerin oder Besitzer des Ackerlandes Ihr Eigentum an eine Käuferin oder einen Käufer – in diesem konkreten Fall an die künftige Betreiberin oder den künftigen Betreiber der PV-Anlage. Mitunter läuft das Ganze auch über die SolarprojektentwicklerInnen oder über Solarinvestoren. Der Verkaufsprozess umfasst unter anderem die Bewertung des Ackerlandes, Verhandlungen über den Kaufpreis Ackerland für Solar und Verhandlungen zur Gestaltung des Kaufvertrags Ackerland für Solar. Sind die Verhandlungen abgeschlossen und Sie und Ihre Käuferin oder Ihr Käufer einig geworden, erhalten Sie als Ackerlandbesitzerin oder -besitzer eine einmalige Zahlung - und verlieren das Eigentum an Ihrem Land.
Vorteile vom Ackerland verkaufen für Solar
- Mit dem Verkauf gibt’s sofort Geld
Mit dem Verkauf Ihres Ackerlandes bekommen Sie sofort eine oft große Geldsumme auf einmal (sogenannte Einmalzahlung). Dies kann besonders vorteilhaft sein, wenn Sie sofort Geld benötigen, beispielsweise um für den Betrieb notwendige Investitionen zu tätigen oder Schulden zu begleichen.
- Keine weiteren Verpflichtungen oder Risiken nach dem Verkauf
Nach dem Verkauf gibt es Sie keine Verpflichtungen in Bezug auf das verkaufte Ackerland. Die neue Besitzerin oder der neue Besitzer trägt alle Risiken und Verantwortlichkeiten.
- Entlastung von zukünftigen Erbangelegenheiten und Erbstreitigkeiten
Ein Landverkauf zu Ihren Lebzeiten, kann nach Ihrem Tod gegebenenfalls aufkommende familiäre Auseinandersetzungen über das Land vermeiden, da das Eigentum nicht mehr innerhalb der Familie ist.
- Möglichkeit zur Diversifikation Ihres Anlageportfolios
Sie können das Geld in verschiedene Wertanlageformen investieren, um das Risiko zu streuen.
Nachteile vom Ackerland verkaufen für Solar
- Verlust des Eigentums und langfristiger Ertragsmöglichkeiten
Nach dem Verkauf haben Sie als ehemalige Besitzerin oder ehemaliger Besitzer des Ackerlandes keinen Anspruch mehr auf Erträge, die sich damit künftig erzielen ließen.
- Keine Beteiligung an künftigen Gewinnen aufgrund steigender Solarstrompreise
Sollte der Wert der Solarenergie steigen – und damit die Erträge, die die PV-Anlage auf dem Ackerland einbringt, profitieren Sie als ehemalige Landbesitzerin oder als ehemaliger Landbesitzer nicht davon.
- Emotionale Bindung ans Land kann beim Verkauf familiäre Spannungen verursachen
Viele LandbesitzerInnen haben eine starke emotionale Bindung zu ihrem Land. Es ist teils schon über Generationen im familiären Besitz. Der Landverkauf könnte familiäre Spannungen verursachen.
- Schwieriger Rückkauf bei Umentscheiden
Wenn Sie als Landbesitzerin oder Landbesitzer Ihre Meinung zum Landverkauf im Nachhinein ändern, könnte es schwierig oder teuer sein, Ihr Land zurückzukaufen.
Um Ihre Berechnung per E-Mail zu erhalten, füllen Sie bitte folgendes Formular aus.
Option 2: Ackerland verpachten für Solar – das müssen Sie wissen
Beim Verpachten überlassen Sie als Besitzerin oder Besitzer des Ackerlandes das Nutzungsrecht dafür für eine bestimmte Zeit. Die im Pachtvertrag zwischen Ihnen als Verpächterin oder Verpächter und Ihrer Pächterin oder Ihrem Pächter vereinbarte Pachtzeit liegt in der Regel bei mindestens 20 Jahren, beträgt insbesondere beim Verpachten von Ackerland für Solar inzwischen aber oft schon 30 bis 40 Jahre, da die Lebensdauer der Solaranlagen entsprechend lang ist. Als Verpächterin oder Pächter bleiben Sie Eigentümerin oder Eigentümer des Landes und streichen regelmäßige Pachtzahlungen ein.
Vorteile vom Ackerland verpachten für Solar
- Regelmäßige Pachteinnahmen über die Pachtzeit
Als Verpächterin oder Verpächter erhalten Sie über die Laufzeit des Pachtvertrags hinweg kontinuierliche Pachtzahlungen, die Ihnen ein stabiles Extra-Einkommen sichern.
- Land bleibt im Eigentum und kann nach Vertragsende nach Belieben genutzt werden
Das Land bleibt während der Pachtzeit stets in Ihrem Besitz. Nach Ablauf der Pachtzeit, die sich auch verlängern lässt, können Sie es nach Belieben bewirtschaften. Je nachdem, was im Pachtvertrag vereinbart wurde, baut die Pächterin oder der Pächter sie zurück. Mitunter übernehmen die VerpächterInnen die Anlage auch und betreiben sie weiter.
- Teilhabe an künftigen Gewinnsteigerungen dank Pachtanpassungen
Ackerland-Pachtverträge für Solar können Anpassungen beinhalten, die Pachteinnahmen an steigende Energiepreise koppeln. Das heißt: Wenn die Preise für Solarstrom steigen und damit die Erträge der Solaranlage auf dem verpachteten Ackerland, dann steigen auch die Pachtzahlungen, so dass auch Sie als Verpächterin oder Verpächter von der Preisentwicklung profitieren.
- Potenziell steuerliche Vorteile durch kontinuierliche Einnahmen:
Regelmäßige Pachteinnahmen können für Ihren landwirtschaftlichen Betrieb steuerlich vorteilhafter sein als eine einmalige Verkaufssumme.
Nachteile vom Ackerland verpachten für Solar
- Langfristige Bindung und geringere Nutzungsflexibilität
Als Verpächterin oder Verpächter sind Sie über viele Jahre an den Pachtvertrag gebunden. Während der Pachtzeit haben Sie nur eingeschränkte Möglichkeiten, das Land zu nutzen.
- Mögliche Verpflichtungen zur Instandhaltung und Versicherung:
In Abhängigkeit vom abgeschlossenen Pachtvertrag können Ihnen als Verpächterin oder Verpächter weiterhin Kosten für Instandhaltung und Versicherung entstehen.
- Risiko von Zahlungsausfällen oder Zahlungsunfähigkeit (Insolvenz) der Pächterin oder des Pächters
Sollte die Pächterin oder der Pächter zahlungsunfähig werden, könnten die Pachteinnahmen ausbleiben.
- Risiko für eventuelle Konflikte oder Nach- beziehungsweise Neuverhandlungen über einzelne Vertragsbedingungen
Es kann zu Auseinandersetzungen und Streitigkeiten über die Einhaltung der Vertragsbedingungen kommen, die Nach- oder Neuverhandlungen erfordern.
- Gestaltung des Pachtvertrags ist komplex und rechtliche Beratung nötig
Das Erstellen eines rechtlich sicheren und fairen Pachtvertrags braucht Fachwissen und möglicherweise die Hilfe einer Anwältin oder eines Anwalts, die oder der sich auf das Verpachten von Ackerland für Solar spezialisiert hat.
Lesen Sie bei uns im Blog auch folgende Beiträge zum Pachtvertrag:
Ackerland verkaufen oder verpachten für Solar: wirtschaftliche und rechtliche Auswirkungen
Sowohl der Verkauf als auch die Verpachtung von Ackerland für Solar haben steuerliche Implikationen. Der Verkaufserlös kann als Kapitalgewinn besteuert werden, während die Pachteinnahmen als Einkommen gelten und regelmäßig versteuert werden müssen.
Mehr dazu lesen Sie in unseren folgenden Blogbeiträgen:
Deshalb müssen sowohl Kaufvertrag als auch Pachtvertrag sorgfältig aufgesetzt werden, um rechtliche Sicherheiten und klare Bedingungen festzulegen. Es ist unter anderem wichtig, die Auswirkungen auf landwirtschaftliche Subventionen und Förderungen zu berücksichtigen, da diese von dem Wechsel der Landnutzung (sogenannte Umwidmung) beeinflusst werden können.
Ackerland verkaufen oder verpachten für Solar: Nachhaltigkeits- und Umweltauswirkungen
PV-Freiflächenanlagen bringen nicht nur erneuerbaren Solarstrom ins deutsche Netz, sondern haben laut Studien auch positive Wirkungen auf die Umweltbedingungen am Standort und auf angrenzende Flächen: Sie tragen dazu bei, die Artenvielfalt (Biodiversität) dort zu erhalten und zu erhöhen. Damit die Vorteile voll zum Tragen kommen, sind eine sorgfältige Planung und Umweltprüfung notwendig.
Ackerland verkaufen oder verpachten für Solar: persönliche und strategische Überlegungen
Als AckerlandbesitzerInnen sollten Sie beim Abwägen von Verkauf und Verpachtung unbedingt Ihre langfristigen betriebswirtschaftlichen Ziele und Ihre finanzielle Planung berücksichtigen. Auch Familieninteressen und eine Nachfolgeplanung (Betriebs- beziehungsweise Hofübernahme) spielen eine wichtige Rolle, insbesondere dann, wenn das Land seit Generationen im Familienbesitz ist. Lokale und kommunale Einflussfaktoren wie Genehmigungen und die Unterstützung eines Solarprojekts seitens Ihrer Gemeinde sind ebenfalls entscheidend.
Fazit & Entscheidungshilfe
Beide Optionen – sowohl Ackerland verkaufen als auch verpachten für Solar - haben ihre Vor- und Nachteile.
- Beim Verkauf erhalten Sie sofortiges Kapital und haben keine weiteren Verpflichtungen, verlieren aber das Land aus Ihrem Besitz und zukünftige Einnahmen, die sich damit erzielen ließen.
- Das Verpachten bringt Ihnen regelmäßige Einnahmen und einen Eigentumserhalt, bedeutet jedoch eine langfristige Bindung an den Pachtvertrag und verschiedene Risiken, allen voran die Insolvenz der PächterInnen.
Ihre Entscheidung für die eine oder andere Option sollte auf Ihren individuellen Zielen, finanziellen Bedürfnissen und familiären Überlegungen basieren. Professionelle Beratung und langfristige Planung sind essenziell, um die beste Wahl zu treffen.